Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten?

Das kommt zum einen auf Ihre spezifische Versicherung an, zum anderen hängt dies auch vom Vorwurf ab.

Haben Sie mit Ihrer Rechtsschutzversicherung eine spezielle Vereinbarung über die Übernahme von Kosten in Strafverfahren getroffen, so müssen die vertraglichen Voraussetzungen vorliegen. In der Regel wird bei Fahrlässigkeitstaten Deckungsschutz gewährt.

Bei Delikten, die sowohl fahrlässig als auch vorsätzlich begangen werden können (z.B. Trunkenheit im Verkehr), übernimmt die Rechtsschutzversicherung zumeist vorläufig die Kosten. Aber Achtung: Kommt es zu einer Verurteilung wegen einer Vorsatztat, besteht ein Rückfoderungsanspruch!

Bei Straftaten, die nur vorsätzlich begangen werden können (z.B. Diebstahl, Betrug, Unterschlagung), besteht grundsätzlich kein Deckungsschutz.

Kommt es nach einem Einspruch zu einem Freispruch übernimmt die Staatskasse Ihre Kosten.

Bitte setzen Sie sich mit Ihrer Rechtsschutzversicherung in Verbindung, diese wird prüfen, ob ein Deckungsschutz besteht. Beachten Sie hierbei, dass eine solche Prüfung durchaus auch einmal länger als 2 Wochen dauern kann – dann könnte es für einen Einspruch bereits zu spät sein!


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