Was passiert, wenn ich den Strafbefehl nicht bezahle oder nicht bezahlen kann?

Kann die mit dem Strafbefehl verhängte Freiheitsstrafe nicht bezahlt werden, tritt an die Stelle der Geldstrafe eine Ersatzfreiheitsstrafe.

Die Vollstreckungsabteilung der Staatsanwaltschaft wird zunächst versuchen, die Geldstrafe zu vollstrecken. Ist dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich, erhalten Sie eine Ladung zum Haftantritt. Die Dauer dieser Ersatzfreiheitsstrafe entspricht der Anzahl der Tagessätze, zu denen Sie durch den Strafbefehl verurteilt wurden.

Sollten Sie sich nicht in der Lage sehen, die Geldstrafe zu leisten, so besteht meist die Möglichkeit einer Ratenzahlung, zum anderen sieht das Gesetz aber auch die Möglichkeit vor, die Geldstrafe mit gemeinnütziger Arbeit „abzuarbeiten“. Auch hierbei entsprich ein Arbeitstag einem Tagessatz unabhängig von dessen Höhe.

Unter Umständen kann die Geldstrafe, also die Tagessatzhöhe auch zu hoch bemessen sein. Dann kann es durchaus sinnvoll sein, Einspruch einzulegen. Da mit einem Einspruch aber auch Risiken einhergehen, sollten Sie sich vorher unbedingt anwaltlich beraten lassen!


« Zurück zur Übersicht der Fragen (Einspruch Strafbefehl FAQ)